Gastkonzert

Freitag | 19. Oktober | 18.00 Uhr | Stadtkirche >> Gastkonzert mit dem Boys Choir of Roskilde Cathedral >>   Mit mehr als 50 Jungen und jugendlichen Männern im Alter 10 bis 35 ist der Knabenchor am Dom zu Roskilde einer der besten Knabenchors Dänemarks. Der Chor besteht seit 1987 und beherrscht alles von der gregorianischen Einstimmigkeit zu Doppeltchor, großen Werken und solistischen Rollen. Die Sänger des Knabenchors am Dom zu Roskilde haben eine ganz besondere jahrelang aufgebaute Freundschaft, die sie ... Weiterlesen

„Neues Glas, neues Licht, neuer Anfang“

„Neues Glas, neues Licht, neuer Zugang“ ist der Titel einer Broschüre, die jetzt von der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Wittenberg herausgegeben wurde und die sich mit den von Christine Triebsch gestalteten Fenstern im Südportal der Stadtkirche beschäftigt. Eingeweiht wurden diese bekanntlich zum Reformationstag 2017. Anlässlich der Präsentation der Broschüre am Donnerstagvormittag erinnerten der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Jörg Bielig und Stadtkirchenpfarrer Johannes Block allerdings auch noch einmal an die Genese des Projektes.
„Ich habe nach den Sternen gegriffen“, sagte Bielig da über die Anfänge ... Weiterlesen

Kirchensanierung: Aktueller Stand

Generalsanierung der Stadtkirche Wittenberg: Helfen Sie mit! >> Die Stadtkirche Wittenberg ist das „Juwel von Wittenberg“, heißt es in einem Reisebericht, der in einer Schweizer Tageszeitung erschienen ist. Das bauliche Ergebnis der Generalsanierung begeistert viele Wittenberger und Besucher der Lutherstadt. „Hier wurde jeder Euro gut investiert“, meinte eine Wittenbergerin voller Stolz, als sie ihre Gäste in die Stadtkirche führte. Mit der Einweihung der drei neuen Fenster in der Südvorhalle am Reformationstag wurden die Sanierungsarbeiten sichtbar gekrönt und abgeschlossen.

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„Neues Glas, neues Licht, neuer Anfang“

„Neues Glas, neues Licht, neuer Zugang“ ist der Titel einer Broschüre, die jetzt von der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Wittenberg herausgegeben wurde und die sich mit den von Christine Triebsch gestalteten Fenstern im Südportal der Stadtkirche beschäftigt. Eingeweiht wurden diese bekanntlich zum Reformationstag 2017. Anlässlich der Präsentation der Broschüre am Donnerstagvormittag erinnerten der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Jörg Bielig und Stadtkirchenpfarrer Johannes Block allerdings auch noch einmal an die Genese des Projektes.
„Ich habe nach den Sternen gegriffen“, sagte Bielig da über die Anfänge und erzählte, dass er, als es darum ging, Künstler für die Gestaltung der Glasfenster zu gewinnen, auch Gerhard Richter angeschrieben hatte. Der gilt als teuerster lebender Künstler, bei Sotheby’s etwa werden seine Gemälde für atemberaubende Millionenbeträge versteigert. Aber fragen kann man ja mal. Es gab eine Absage, okay, doch eine hübsche Anekdote ist das allemal.

Die Neugestaltung der Portalfenster kann nur im Zusammenhang mit der jüngsten Generalsanierung der 1439 geweihten Stadtkirche gesehen werden. Von Anfang an sei klar gewesen, dass die Gemeinde dem Unesco- Welterbe „einen Fingerzeig unserer heutigen Generation“ hinzufügen wollte. So ähnlich habe es Block einmal formuliert und so: „Ein Fingerabdruck unserer Zeit nach 500 Jahren Reformation“, steht es jetzt über seinem und Bieligs Vorwort in der Broschüre.

Die Reformation beziehungsweise ihre Wirkung spielt auch in den Fenstern von Triebsch eine Rolle. Einerseits sei der künstlerische Zugang zwar ein architektonischer, denn es galt, die Umgebungsstrukturen zu berücksichtigen und mit aufzunehmen. Andererseits sollen die konzentrischen Kreise die Wellenbewegung der Reformation und ihre Ausbreitung symbolisieren sowie die Gegenbewegungen, die es ja auch gab.

Zum Verständnis hinsichtlich etwa der Aufgabenstellung, aber auch im Blick auf Form und Symbolik trägt ein Beitrag in der Broschüre bei, der von Holger Brülls vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen- Anhalt stammt und den dieser zur Einweihung der Fenster am 31. Oktober 2017 in abgewandelter Form gehalten habe. Brülls hebt die unverwechselbare visuelle Tonart hervor, durch die sich die Wittenberger Fenster von Triebsch auszeichnen: „Als Kunstwerke sind sie leise und zugleich prächtig. Diese Gleichzeitigkeit ist ein großartiges Paradox. Wenn die neuen Fenster unaufdringlich wirken, dann nur deshalb, weil der künstlerische Gedankenaufwand des Entwurfs und die Raffinesse der Ausführung hoch sind“, so Brülls.

Mit einem eigenen Beitrag vertreten ist Triebsch selbst. Die Professorin für Glas an der Halleschen Kunsthochschule Burg Giebichenstein beschränkt sich nicht auf eine Beschreibung der innovativen Technik, in denen das Glas zu reliefartig strukturierten Segmenten verformt wurde.

Triebsch erläutert zudem ihre Arbeit, sie erklärt historische Zusammenhänge, die symbolträchtige Art von Farb- und Lichtwirkung, das Göttliche, das in der Vergoldung aufscheint und auch, wie die „konsequent gegenstandsfreie Gestaltung“ der neuen Fenster vielfältige Interpretationsmöglichkeiten eröffnet.

Ergänzt werden die Hauptbeiträge um Projektdaten und Infos zur denkmalpflegerischen, planerischen und kuratorischen Begleitung. Vor allem trägt die üppig illustrierte Broschüre zum Verständnis der Fenster und ihrer Botschaften bei. (mz)

Herausgegeben von der Ev. Stadtkirchengemeinde Wittenberg

Mit Texten von Dr. Holger Brülls und Prof. Christine Triebsch

Lutherstadt Wittenberg 2018

Format 21 x 24 cm, 36 Seiten, 35 Abbildungen

Preis: 5 Euro

Verkauf: Stadtkircheninformation (während der Öffnungszeiten), Stadtkirche Wittenberg, Kirchplatz, 06886 Lutherstadt Wittenberg

Bestelladresse und Rezensionsexemplare: Evangelische Stadtkirchengemeinde Wittenberg, Jüdenstraße 36, 06886 Lutherstadt Wittenberg, 03491 6283-0, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Versand mit Rechnung zum angegebenen Preis plus Versandkosten)

Bilder vom Einbau der Glasfenster finden Sie im >> Pressepool

Generalsanierung 2017

Kirchensanierung: Aktueller Stand

Generalsanierung der Stadtkirche Wittenberg: Helfen Sie mit! >> Die Stadtkirche Wittenberg ist das „Juwel von Wittenberg“, heißt es in einem Reisebericht, der in einer Schweizer Tageszeitung erschienen ist. Das bauliche Ergebnis der Generalsanierung begeistert viele Wittenberger und Besucher der Lutherstadt. „Hier wurde jeder Euro gut investiert“, meinte eine Wittenbergerin voller Stolz, als sie ihre Gäste in die Stadtkirche führte. Mit der Einweihung der drei neuen Fenster in der Südvorhalle am Reformationstag wurden die Sanierungsarbeiten sichtbar gekrönt und abgeschlossen.

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Aktuelles

Gastkonzert

Freitag | 19. Oktober | 18.00 Uhr | Stadtkirche >> Gastkonzert mit dem Boys Choir of Roskilde Cathedral >>  Mit mehr als 50 Jungen und jugendlichen Männern im Alter 10 bis 35 ist der Knabenchor am Dom zu Roskilde einer der besten Knabenchors Dänemarks. Der Chor besteht seit 1987 und beherrscht alles von der gregorianischen Einstimmigkeit zu Doppeltchor, großen Werken und solistischen Rollen. Die Sänger des Knabenchors am Dom zu Roskilde haben eine ganz besondere jahrelang aufgebaute Freundschaft, die sie zu der Chorgemeinschaft binden. Der Chor hat seinen Sitz in dem Roskilde Dom, der von UNESCO als eine der ersten gotischen Kathedralen im Norden als Weltkulturerbe gekoren ist. Der Dom ist gleichzeitig die Grabstätte für 40 dänische Könige und Königinnen. Der einzigartige Charakter der Kirche, ihre Geschichte und Kunst, sowie die berühmte historische Raphaëlis-Orgel tragen alle zu einem professionellen Zugang zum gemeinsamen Chorsingen und Musikmachen bei.
Die Tournee in Deutschland umfasst Besuche zu mehreren Schwester-Welterbestätten, der Luther-Stadt Wittenberg, der Mittelalterstadt Torgau und der Bach-Stadt Leipzig. Eine besondere Beziehung gibt es durch die dänische Königin Margrethe II zwischen Wittenberg und Roskilde. Die Königin hat in Zusammenhang mit dem Reformationsjubiläum ein Altartuch für die Schlosskirche Wittenberg selbst entworfen und besticht, sowie sie eines für den Roskilde Dom designet hat – aber nicht nur das historische Kulturerbe bindet die Städte zusammen, sondern auch das lebendige – und somit auch die Musik.
Der Knabenchor wird auf der Tournee nordische Chormusik höchster Qualität vorführen. Das Programm umfasst unter anderem Reformationsmusik von Michael Prætorius, Mogens Pedersøn und Orlando di Lasse, skandinavische Chorwerke von Carl Nielsen, Niels W. Gade und Edvard Grieg, sowie dänische Heimatlieder mit Texten von unter anderem dem nationalromantischen Verfasser H.C. Andersen.
ROSKILDE DOM
Rund um den Globus gibt es einzigartige Orte, die von der Geschichte der Erde und der Menschheit erzählen. Das ist das sogenannte Welterbe. Heute gibt es mehr als 1000 Stätten auf der Welterbe-Liste, zu denen u.a. die Pyramiden, die Chinesische Mauer, der Vatikan und der Grand Canyon zählen. Der Roskilde Dom - die prächtige rote Backsteinkathedrale mit ihren schlanken Turmspitzen gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke Dänemarks. Der Dom wurde auch auf die Liste der Weltkulturgüter der UNESCO aufgenommen. Der Dom zu Roskilde war die erste gotische aus Ziegelsteinen gebaute Kathedrale in Skandinavien. Mit seinen vielen königlichen einzigartigen Kapellen spiegelt der Dom auch die wechselnde europäische Architekturgeschichte.