ErlebnisNacht

Zur Erlebnisnacht am 18. August 2018 wird auch die Stadtkirchengemeinde ihre Tore wieder für Künstler öffnen. Der Bogen reicht von einem brillanten Musikkabarett mit drei virtuos spielenden Damen über handgemachte groovige und einfallsreiche Gitarrenmusik bis zu witzigen Erzählungen einer Theaterratte. Also: lassen Sie sich überraschen und schauen Sie vorbei in der Erlebnisnacht!

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„Neues Glas, neues Licht, neuer Anfang“

„Neues Glas, neues Licht, neuer Zugang“ ist der Titel einer Broschüre, die jetzt von der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Wittenberg herausgegeben wurde und die sich mit den von Christine Triebsch gestalteten Fenstern im Südportal der Stadtkirche beschäftigt. Eingeweiht wurden diese bekanntlich zum Reformationstag 2017. Anlässlich der Präsentation der Broschüre am Donnerstagvormittag erinnerten der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Jörg Bielig und Stadtkirchenpfarrer Johannes Block allerdings auch noch einmal an die Genese des Projektes.
„Ich habe nach den Sternen gegriffen“, sagte Bielig da über die Anfänge ... Weiterlesen

Kirchensanierung: Aktueller Stand

Generalsanierung der Stadtkirche Wittenberg: Helfen Sie mit! >> Die Stadtkirche Wittenberg ist das „Juwel von Wittenberg“, heißt es in einem Reisebericht, der in einer Schweizer Tageszeitung erschienen ist. Das bauliche Ergebnis der Generalsanierung begeistert viele Wittenberger und Besucher der Lutherstadt. „Hier wurde jeder Euro gut investiert“, meinte eine Wittenbergerin voller Stolz, als sie ihre Gäste in die Stadtkirche führte. Mit der Einweihung der drei neuen Fenster in der Südvorhalle am Reformationstag wurden die Sanierungsarbeiten sichtbar gekrönt und abgeschlossen.

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„Neues Glas, neues Licht, neuer Anfang“

„Neues Glas, neues Licht, neuer Zugang“ ist der Titel einer Broschüre, die jetzt von der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Wittenberg herausgegeben wurde und die sich mit den von Christine Triebsch gestalteten Fenstern im Südportal der Stadtkirche beschäftigt. Eingeweiht wurden diese bekanntlich zum Reformationstag 2017. Anlässlich der Präsentation der Broschüre am Donnerstagvormittag erinnerten der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Jörg Bielig und Stadtkirchenpfarrer Johannes Block allerdings auch noch einmal an die Genese des Projektes.
„Ich habe nach den Sternen gegriffen“, sagte Bielig da über die Anfänge und erzählte, dass er, als es darum ging, Künstler für die Gestaltung der Glasfenster zu gewinnen, auch Gerhard Richter angeschrieben hatte. Der gilt als teuerster lebender Künstler, bei Sotheby’s etwa werden seine Gemälde für atemberaubende Millionenbeträge versteigert. Aber fragen kann man ja mal. Es gab eine Absage, okay, doch eine hübsche Anekdote ist das allemal.

Die Neugestaltung der Portalfenster kann nur im Zusammenhang mit der jüngsten Generalsanierung der 1439 geweihten Stadtkirche gesehen werden. Von Anfang an sei klar gewesen, dass die Gemeinde dem Unesco- Welterbe „einen Fingerzeig unserer heutigen Generation“ hinzufügen wollte. So ähnlich habe es Block einmal formuliert und so: „Ein Fingerabdruck unserer Zeit nach 500 Jahren Reformation“, steht es jetzt über seinem und Bieligs Vorwort in der Broschüre.

Die Reformation beziehungsweise ihre Wirkung spielt auch in den Fenstern von Triebsch eine Rolle. Einerseits sei der künstlerische Zugang zwar ein architektonischer, denn es galt, die Umgebungsstrukturen zu berücksichtigen und mit aufzunehmen. Andererseits sollen die konzentrischen Kreise die Wellenbewegung der Reformation und ihre Ausbreitung symbolisieren sowie die Gegenbewegungen, die es ja auch gab.

Zum Verständnis hinsichtlich etwa der Aufgabenstellung, aber auch im Blick auf Form und Symbolik trägt ein Beitrag in der Broschüre bei, der von Holger Brülls vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen- Anhalt stammt und den dieser zur Einweihung der Fenster am 31. Oktober 2017 in abgewandelter Form gehalten habe. Brülls hebt die unverwechselbare visuelle Tonart hervor, durch die sich die Wittenberger Fenster von Triebsch auszeichnen: „Als Kunstwerke sind sie leise und zugleich prächtig. Diese Gleichzeitigkeit ist ein großartiges Paradox. Wenn die neuen Fenster unaufdringlich wirken, dann nur deshalb, weil der künstlerische Gedankenaufwand des Entwurfs und die Raffinesse der Ausführung hoch sind“, so Brülls.

Mit einem eigenen Beitrag vertreten ist Triebsch selbst. Die Professorin für Glas an der Halleschen Kunsthochschule Burg Giebichenstein beschränkt sich nicht auf eine Beschreibung der innovativen Technik, in denen das Glas zu reliefartig strukturierten Segmenten verformt wurde.

Triebsch erläutert zudem ihre Arbeit, sie erklärt historische Zusammenhänge, die symbolträchtige Art von Farb- und Lichtwirkung, das Göttliche, das in der Vergoldung aufscheint und auch, wie die „konsequent gegenstandsfreie Gestaltung“ der neuen Fenster vielfältige Interpretationsmöglichkeiten eröffnet.

Ergänzt werden die Hauptbeiträge um Projektdaten und Infos zur denkmalpflegerischen, planerischen und kuratorischen Begleitung. Vor allem trägt die üppig illustrierte Broschüre zum Verständnis der Fenster und ihrer Botschaften bei. (mz)

Herausgegeben von der Ev. Stadtkirchengemeinde Wittenberg

Mit Texten von Dr. Holger Brülls und Prof. Christine Triebsch

Lutherstadt Wittenberg 2018

Format 21 x 24 cm, 36 Seiten, 35 Abbildungen

Preis: 5 Euro

Verkauf: Stadtkircheninformation (während der Öffnungszeiten), Stadtkirche Wittenberg, Kirchplatz, 06886 Lutherstadt Wittenberg

Bestelladresse und Rezensionsexemplare: Evangelische Stadtkirchengemeinde Wittenberg, Jüdenstraße 36, 06886 Lutherstadt Wittenberg, 03491 6283-0, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Versand mit Rechnung zum angegebenen Preis plus Versandkosten)

Bilder vom Einbau der Glasfenster finden Sie im >> Pressepool

Generalsanierung 2017

Kirchensanierung: Aktueller Stand

Generalsanierung der Stadtkirche Wittenberg: Helfen Sie mit! >> Die Stadtkirche Wittenberg ist das „Juwel von Wittenberg“, heißt es in einem Reisebericht, der in einer Schweizer Tageszeitung erschienen ist. Das bauliche Ergebnis der Generalsanierung begeistert viele Wittenberger und Besucher der Lutherstadt. „Hier wurde jeder Euro gut investiert“, meinte eine Wittenbergerin voller Stolz, als sie ihre Gäste in die Stadtkirche führte. Mit der Einweihung der drei neuen Fenster in der Südvorhalle am Reformationstag wurden die Sanierungsarbeiten sichtbar gekrönt und abgeschlossen.

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Aktuelles

„Neues Glas, neues Licht, neuer Anfang“

„Neues Glas, neues Licht, neuer Zugang“ ist der Titel einer Broschüre, die jetzt von der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Wittenberg herausgegeben wurde und die sich mit den von Christine Triebsch gestalteten Fenstern im Südportal der Stadtkirche beschäftigt. Eingeweiht wurden diese bekanntlich zum Reformationstag 2017. Anlässlich der Präsentation der Broschüre am Donnerstagvormittag erinnerten der Vorsitzende des Gemeindekirchenrates Jörg Bielig und Stadtkirchenpfarrer Johannes Block allerdings auch noch einmal an die Genese des Projektes.
„Ich habe nach den Sternen gegriffen“, sagte Bielig da über die Anfänge und erzählte, dass er, als es darum ging, Künstler für die Gestaltung der Glasfenster zu gewinnen, auch Gerhard Richter angeschrieben hatte. Der gilt als teuerster lebender Künstler, bei Sotheby’s etwa werden seine Gemälde für atemberaubende Millionenbeträge versteigert. Aber fragen kann man ja mal. Es gab eine Absage, okay, doch eine hübsche Anekdote ist das allemal.

Die Neugestaltung der Portalfenster kann nur im Zusammenhang mit der jüngsten Generalsanierung der 1439 geweihten Stadtkirche gesehen werden. Von Anfang an sei klar gewesen, dass die Gemeinde dem Unesco- Welterbe „einen Fingerzeig unserer heutigen Generation“ hinzufügen wollte. So ähnlich habe es Block einmal formuliert und so: „Ein Fingerabdruck unserer Zeit nach 500 Jahren Reformation“, steht es jetzt über seinem und Bieligs Vorwort in der Broschüre.

Die Reformation beziehungsweise ihre Wirkung spielt auch in den Fenstern von Triebsch eine Rolle. Einerseits sei der künstlerische Zugang zwar ein architektonischer, denn es galt, die Umgebungsstrukturen zu berücksichtigen und mit aufzunehmen. Andererseits sollen die konzentrischen Kreise die Wellenbewegung der Reformation und ihre Ausbreitung symbolisieren sowie die Gegenbewegungen, die es ja auch gab.

Zum Verständnis hinsichtlich etwa der Aufgabenstellung, aber auch im Blick auf Form und Symbolik trägt ein Beitrag in der Broschüre bei, der von Holger Brülls vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen- Anhalt stammt und den dieser zur Einweihung der Fenster am 31. Oktober 2017 in abgewandelter Form gehalten habe. Brülls hebt die unverwechselbare visuelle Tonart hervor, durch die sich die Wittenberger Fenster von Triebsch auszeichnen: „Als Kunstwerke sind sie leise und zugleich prächtig. Diese Gleichzeitigkeit ist ein großartiges Paradox. Wenn die neuen Fenster unaufdringlich wirken, dann nur deshalb, weil der künstlerische Gedankenaufwand des Entwurfs und die Raffinesse der Ausführung hoch sind“, so Brülls.

Mit einem eigenen Beitrag vertreten ist Triebsch selbst. Die Professorin für Glas an der Halleschen Kunsthochschule Burg Giebichenstein beschränkt sich nicht auf eine Beschreibung der innovativen Technik, in denen das Glas zu reliefartig strukturierten Segmenten verformt wurde.

Triebsch erläutert zudem ihre Arbeit, sie erklärt historische Zusammenhänge, die symbolträchtige Art von Farb- und Lichtwirkung, das Göttliche, das in der Vergoldung aufscheint und auch, wie die „konsequent gegenstandsfreie Gestaltung“ der neuen Fenster vielfältige Interpretationsmöglichkeiten eröffnet.

Ergänzt werden die Hauptbeiträge um Projektdaten und Infos zur denkmalpflegerischen, planerischen und kuratorischen Begleitung. Vor allem trägt die üppig illustrierte Broschüre zum Verständnis der Fenster und ihrer Botschaften bei. (mz)

Herausgegeben von der Ev. Stadtkirchengemeinde Wittenberg

Mit Texten von Dr. Holger Brülls und Prof. Christine Triebsch

Lutherstadt Wittenberg 2018

Format 21 x 24 cm, 36 Seiten, 35 Abbildungen

Preis: 5 Euro

Verkauf: Stadtkircheninformation (während der Öffnungszeiten), Stadtkirche Wittenberg, Kirchplatz, 06886 Lutherstadt Wittenberg

Bestelladresse und Rezensionsexemplare: Evangelische Stadtkirchengemeinde Wittenberg, Jüdenstraße 36, 06886 Lutherstadt Wittenberg, 03491 6283-0, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (Versand mit Rechnung zum angegebenen Preis plus Versandkosten)

Bilder vom Einbau der Glasfenster finden Sie im >> Pressepool