28.06.2026
Wie Johannes zu seinem Namen kam

Johannes der Täufer? Ein seltsamer Name. Wie es dazu kam, spielten die Kinder von Spatzenchor und Kinderkantorei in einem Minimusical in der Stadtkirche.

Am 28. Juni hatte die Stadtkirchengemeinde zum Familiengottesdienst eingeladen. Bei angenehmen 23 Grad in der Stadtkirche St. Marien spielten und sangen die Kinder des Spatzenchores und der Kinderkantorei die Geschichte von Johannes, der als Erwachsener den Zusatznamen "der Täufer" bekam. Unter der Leitung von Kantor Christoph Hagemann erlebten die vielen Besucherinnen und Besucher der Stadtkirche die spannende biblische Geschichte um den Verwandten und Wegbereiter von Jesus Christus. 

Johannes war das Kind von Elisabeth und Zacharias. Die hatten lange Jahre auf ein Kind gehofft. Bis ein Engel dem Zacharias ankündigte, dass er und Elisabeth das lang ersehnte Kind bekommen würden. Zacharias, damals Priester im Tempel in Jerusalem, war so überrascht, dass er dem Engel nicht glauben wollte. Und so wurde er stumm und musste die neun Monate bis zur Geburt schweigend verbringen (Lukas 1,5-25). Dann kam Johannes zur Welt – ein halbes Jahr, bevor Jesus geboren wurde (Lukas 1,57-66). Heute feiern Christen den Geburtstag von Johannes am 24. Juni. Deswegen heißt der Tag "Johannestag" und er liegt genau in der Halbzeit bis zu Heiligabend. 
Und warum der Täufer? Johannes predigte am Fluss Jordan. Und die Menschen, die seiner Predigt glaubten, ließen sich gleich an Ort und Stelle im Fluss taufen. Johannes mahnte die Menschen, sich wieder ganz bewusst Gott zuzuwenden – umzukehren, denn Gottes Reich sei jetzt ganz nahe. Eines Tages kam auch Jesus zu ihm an den Jordan und ließ sich taufen (Markus 1,1-11). Und Johannes nannte ihn "Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt" (Johannes 1,29-34). 

Nach dem Minimusical griff Pfarrer Fabian Mederacke auf, was den Großteil des Musicals ausmachte: die Sehnsucht von Elisabeth und Zacharias, dass Gott ihr Gebet erhörte und ihnen ein Kind schenkte. Manches Mal greift Gott so wunderbar und direkt ein, wenn Menschen beten. Manchmal geht er auch andere Wege. Aber immer hört Gott und ist den Menschen nah. 

Viele der Kinder und Familien, aber auch manche Gäste dieses Sonntags gingen nach dem Gottesdienst noch in den Katharinensaal zum Kirchencafé, aßen und tranken, erzählten sich und feierten miteinander den Geburtstag von Johannes, dem Täufer. 


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