10.03.2026
Wenn Theologie konkret wird – international

Am 10. März kamen Pastorinnen und Pastoren des Lutherischen Weltbundes und Gemeindeglieder der Stadtkirchengemeinde zum Austausch zusammen.

Anfang März waren 18 Pastorinnen und Pastoren aus vielen Ländern der Welt in Wittenberg zu einem Seminar des Lutherischen Weltbundzentrums zusammen. Ihr Thema: „The Way We Pray Shapes the Way We Believe – A Theological Exploration of Lutheran Worship". Neben vielen Gesprächen und dem theologischen Austausch war die Gruppe auch unterwegs, um Wittenberg zu entdecken, den Ausgangsort der Reformation, ein Quellort des Gemeindegesangs und der Bildung für alle. 

Die Begegnung zwischen den Gästen aus aller Welt, von Finnland bis Südafrika, von Brasilien bis Kanada, und Gemeindegliedern lehnte sich an das Tagungsthema an. "Vom Globalen zum Lokalen: Theologie und Gebet im konkreten Kontext" war der Gemeindenachmittag überschrieben, an dem rund 20 Gemeindeglieder teilnahmen. Auch wenn das Thema fast zu theoretisch klingt, wurde der Nachmittag sehr praktisch und persönlich. Nach der Begrüßung durch Pfarrer und Studiendirektor Dr. Sámuel Nánási (LWB) und Pfarrer Matthias Keilholz stellten sich alle Anwesenden einander vor. Sie nannten ihren Namen und sagten, was das Gebet für sie ist. Schon waren die Tischgruppen mitten im Thema und Gespräch.
Eine gute Stunde unterhielten sich Profis und Laien, Wittenberger:innen und Pastor:innen aus aller Welt darüber, wie das Gebet ihren Glauben beeinflusst und umgekehrt. Woher wissen Menschen, wie sie beten können? Wie ist ihnen in Kindheit und Jugend das Gebet begegnet? Was nehmen sie als Anregungen aus Gottesdiensten mit? So lauteten einige Impulse, um die Gespräche anzuregen. Nötig waren sie nicht, denn von Anfang an war ein reges Gespräch an den Tischen in Gange. Viel Persönliches kam zur Sprache und die Herzlichkeit und Offenheit berührte alle Teilnehmenden. Kaffee und Kuchen sorgten zwischendurch für eine kleine Stärkung. 
Der Nachmittag endete mit einer Andacht, in der Pfarrer Keilholz, immer übersetzt durch Pfarrer Nánási, auf die zwei Gebete von Hanna einging, der Mutter des Propheten Samuel (1. Samuel 1 und 2). Egal wie, wo und wann, egal mit welchen Anliegen, ob mit großem oder kleinem Glauben – Gebet verbindet Menschen mit Gott und Menschen untereinander. Es umspannt die ganze Welt und ist der Lebensatem des Glaubens. 
Die einhellige Meinung aller: Solch eine Begegnung sollte wiederholt werden. Sie weitet den Blick und verbindet Christen weltweit. 


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