14.12.2025
Weihnachtsliedersingen im Kerzenschein
Am dritten Advent lud die Stadtkirchengemeinde zum Weihnachtsliedersingen im Kerzenschein ein.
Für die Kinder der Evangelischen Grundschule, den Spatzenchor, die Kantorei und den Evangelischen Posaunenchor Wittenberg ist es einer der vorweihnachtichen Höhepunkte ihrer musikalischen Arbeit: das Weihnachtsliedersingen im Kerzenschein. Am dritten Advent luden sie Eltern, Freunde, Bekannte und überhaupt alle Gemeindeglieder, Wittenberger:innen und Gäste der Stadt in die Stadtkirche St. Marien ein.
Die erste Stunde von 16 bis 17 Uhr gestalteten die Kinder – und so waren auch sehr viele Familien mit Kindern als Zuhörer:innen gekommen. Moderiert von zwei Schülerinnen und Kantor Christoph Hagemann präsentierten die Kinder, was sie in den vergangenen Wochen erarbeitet hatten. Sie entzündeten die drei Kerzen am Adventskranz, erzählten vom Weihnachtsstern und luden ein, das Kind in der Krippe in Bethlehem zu besuchen. Zwischendurch war die Gemeinde zum Mitsingen eingeladen. Die Lehrerinnen Serena Schäfer und Regina Keilholz leiteten den Chor, spielten Flügel und Orgel und teilten sich so die Leitungs- und Begleitungsaufgaben mit dem Stadtkirchenkantor; und weitere Mitarbeiterinnen sorgten für den reibungslosen Ablauf vor und hinter den Kulissen. Weihachten kommt. Haltet die Augen offen und folgt dem Stern von Bethlehem.
Nach kurzer Umbau- und Einsingpause startete die zweite Runde – dieses Mal mit der Kantorei und wiederum den Bläser:innen. Hatte die Kantorei vor einer Woche noch mit den ersten drei Kantaten des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach begeistert, stellte sie heute Weihnachtslieder aus dem 2028 erscheinenden neuen Evangelischen Gesangbuch vor und hatte auch genügend Klassiker im Programm. Mitsingen war auch jetzt wieder gefragt und die Gäste stimmten in alte und neue Weisen ein. In einem geistlichen Wort legte Pfarrer Matthias Keilholz weihnachtliche Liedverse von Paul Gerhardt aus: "Wir singen dir, Immanuel" (zum Liedtext per Klick).
Passend zum Advent wurden nur die ersten vier von 20 Strophen gesungen. Die Sehnsucht dieser Warte- und Vorbereitungszeit war in Gerhardts Worten wohl zu entdecken – und ebenso die Hoffnung, die er in seine Zeilen hineinlegt.
So lud Keilholz ein, die Zeit bis Weihnachten bewusst zu gestalten und das Warten auszuhalten – es aber mit Hoffnung zu füllen: Gott kommt. Er hat es versprochen und macht es wahr. Immer.