27.09.2026
Und wo bleibst du?
Am 27. September feierten Stadtkirchengemeinde, Töpferinnen und Töpfer und Gäste den Gottesdienst zum Töpfermarkt vor dem Alten Rathaus in Wittenberg.
Der Töpfermarktgottesdienst hat in Wittenberg eine lange Tradition. Mitten auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus, mitten drin im Markttreiben riefen die Bläserinnen und Bläser des Wittenberger Posaunenchors Händlerinnen und Händler, Gäste und Gemeindeglieder zum Gottesdienst. Cornelia Winkelmann und Pfarrer Matthias Keilholz eröffneten den Gottesdienst, der mit einer Frage überschrieben war: "Und wo bleibst du?"
Dieser Frage ging Keilholz im Gespräch mit den Keramikerinnen Cornelia Kielinger und Angela Höpfner nach. Wie ist das, oft im Jahr unterwegs zu sein? Ist ein Töpfermarkt, ist Wittenberg dabei so etwas wie ein Zuhause auf Zeit? Was macht eigentlich ein Zuhause aus?
Grundlage für die anschließende Predigt waren die Worte Jesu im Johannesevangelium (Johannes 14,1-7): "In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen". Wohnung - das meint "Bleibe". In Gottes Haus können Menschen bleiben. Nichts kann sie aus seiner Liebe herausreißen, nie und nimmer. Das ist viel mehr als ein festes Haus mit einer Adresse. Das ist auch mehr, als es Familie, Freunde, Weggefährten sein können – die zugleich dazugehören. Sie geben Menschen Geborgenheit und Sicherheit. Aber sie können nicht immer da sein. Gottes Liebe aber ist unveränderlich. Der Kirchenvater Augustinus formuliert das so: "Geschaffen hast du uns auf dich hin, o Herr, und unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir."
Mit Gesang, Fürbitten, Segen und Bläsermusik ging der Töpfermarktgottesdienst zu Ende, der von vielen vorbereitet und gestaltet wurde.