22.07.2026
Sonderausstellung in der Stadtkirche zum UNESCO-Jubiläum

In der Stadtkirche Wittenberg ist derzeit eine Sonderausstellung zur Reformationsgeschichte zu sehen.

 Anhand ausgewählter kirchlicher Gebrauchsgegenstände und historischer Archivalien vermittelt die Ausstellung anschauliche Einblicke in die Theologie und die Geschichte der Reformation.

Zu den herausragenden Exponaten zählen der Ehering Katharina von Boras, der Ehefrau des Reformators Martin Luther, eine Lutherbibel aus dem Jahr 1534 sowie ein mittelalterlicher Abendmahlskelch. Die ausgestellten Objekte verdeutlichen die enge Verbindung der Stadtkirche mit den Ereignissen der Reformationszeit und machen Geschichte unmittelbar erfahrbar.

Anlass der Ausstellung ist das 30-jährige Jubiläum der Verleihung des UNESCO-Welterbe-Status an die Stadtkirche Wittenberg.

Pfarrer Mederacke, Initiator der Ausstellung, betont die außergewöhnliche Bedeutung der erhaltenen Bestände: „Es ist ganz erstaunlich, dass das Archivgut der Stadtkirche über 500 Jahre gut erhalten wurde. Es ist ein Glück und Gottes Bewahrung, dass die Stadtkirche nie abgebrannt ist oder in einem Krieg zerstört wurde. So stehen wir bis heute mit der Reformation in Verbindung, indem wir zum Beispiel den ausgestellten Abendmahlskelch, aus dem wahrscheinlich schon Luther getrunken hat, noch aktiv nutzen.“

Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, die Geschichte der Reformation anhand authentischer Zeugnisse neu zu entdecken und die einzigartige Kontinuität kirchlichen Lebens in der Stadtkirche Wittenberg zu erleben.


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