11.11.2025
Sankt Martin reitet durch die Stadt

Martinsfest in Wittenberg – das heißt Laternen, Andacht, Umzug, viele Kinder und Erwachsene, Martinshörnchen und mehr.

Außergewöhnlich war wohl das Pferd des Heiligen Martin. Es zog schon vor Beginn der Andacht in der Stadtkirche die Blicke der Kinder und Erwachsenen auf sich. Ein rund 100 Jahre altes, lange gedientes Karussellpferd spielte das Schlachtross des Heiligen Martin. 

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden hatten zusammen mit Pfarrer Fabian Mederacke die Andacht vorbereitet. Die Geschichte selbst erzählte ein Zeichentrickfilm. Dann wurde Martin mit Mantel, Mütze, Schwert, Kreuz und Schild bekleidet – die Verwandlung von einem römischen Soldaten in den Bischof von Tour. Martinslieder erklangen unter der Leitung von Kantor Christoph Hagemann und die rund 300 Kinder und Erwachsenen zogen von der Stadtkirche zum katholischen Kindergarten in der Bürgermeisterstraße. So mancher Passant rieb sich verwundert die Augen und spitzte die Ohren. Martin kam geritten und die Posaune begleitete den Zug musikalisch.

Auf dem Gelände des Kindergartens begrüßte Schwester Mechtild die vielen Gäste und stimmte sie mit einigen Worten auf das Teilen der Martinshörnchen ein. Gemütlich, vom Feuer beschienen klang der frühe Abend bei Gesprächen, Wurst und Getränken aus. 


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