20.06.2026
Gottesdienst zum Israelsonntag

Am 9. August, dem 10. Sonntag nach Trinitatis, feiern Schloss- und Stadtkirchengemeinde gemeinsam den Gottesdienst zum Israelsonntag.

Der Gottesdienst beginnt an der Stätte der Mahnung an der Stadtkirche St. Marien und wird in der Stadtkirche fortgesetzt. Gastprediger an diesem Tag ist Prof. Dr. Alexander Deeg. Er lehrt seit 2011 Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät Leipzig. In Wittenberg ist er kein Unbekannter – von 2009 bis 2011 leitete er das Zentrum für evangelische Predigtkultur der EKD. 

Im Gottesdienst wird er über "Geliebte Feinde. Paulus, Israel und wir" sprechen (Römer 11,25-32).

 

Sonntag, 9. August um 11 Uhr
Stadtkirche St. Marien
Lutherstadt Wittenberg

Der "Israelsonntag" ist einer der besonderen Gedenksonntage der christlichen Kirchen. An ihm wird in den Kirchen heute meistens über das Verhältnis von Christen und Juden nachgedacht. Sein anderer Schwerpunkt, und das schon seit dem 16. Jahrhundert, ist das Gedenken an die zweimalige Zerstörung des Tempels in Jerusalem, zuerst durch die Babylonier und dann durch die Römer. 

In Wittenberg hat der Israelsonntag seine Prägung auch durch die Weiterentwicklung der Stätte der Mahnung an der Stadtkirche St. Marien. Seit langem setzt die Stadtkirchengemeinde der antijüdischen und antisemitischen Schmähplastik an der Südostecke der Kirche ihre Haltung gegen jeglichen Antisemitismus entgegen. Sie erkennt und bekennt die Schuld, die die Kirche in den vielen Jahrhunderten an den jüdischen Geschwistern auf sich geladen hat und arbeitet diese Geschichte auf. Sie soll sich nicht wiederholen.