Zu Wittenberg gehören Martin Luther und sein Thesenanschlag am 31. Oktober 1517 an der Schloßkirche. Was wäre die Stadt ohne beides! Wahrscheinlich wäre es kaum verlockend, dieser Stadt einen Besuch abzustatten...
Ebenso sehenswert ist die Stadtkirche, Luthers Predigerkirche. Mittelpunkt dort ist der 1547, ein Jahr nach Luthers Tod, eingeweihte Flügelaltar Lucas Cranachs. Cranach, ebenfalls ein Freund und Vertrauter Luthers, stellte darauf mit seinen künstlerischen Mitteln das reformatische Verständnis von Predigt, Taufe, Beichte und Abendmahl dar.
Das Lutherdenkmal vor dem Rathaus auf dem Markt Der Reformator Luther, der von 1511 bis zu seinem Tode in Wittenberg zuhause war, brachte Begeisterung und Ablehnung gleichermaßen unter die Leute und in der Folge tiefgreifende Veränderungen für die Kirche. Bis heute ist diese Geschichte Wittenbergs anziehend für Menschen aus vieler Herren Länder. Und "auf den Spuren Martin Luthers" läßt sicht tatsächlich eine Menge entdecken.
Da ist die Schloßkirche mit den Gräbern Luthers und seines Freundes Philipp Melanchthon und mit den - etwa hundertjährigen - Standbildern vieler Reformatoren. Die "echte" Thesentür sucht man vergeblich. Sie verbrannte während des Siebenjährigen Krieges. Im vergangenen Jahrhundert baute man die heutige Bronzetür ein.
Von der Stadtkirche bis zum Markt sind es nur wenige Schritte. Zwei Bronzestandbilder vor dem Rathaus erinnern an Luther und Melanchthon. Über die Collegienstraße erreicht man schließlich das Lutherhaus. Hier, in den Räumen des ehemaligen Augustinerklosters, hat Martin Luther gelebt und gearbeitet. Heute ist dort eine umfangreiche reformatorische Sammlung untergebracht. Vor allem die Lutherstube ist für viele Besucher das eigentliche Ziel. Der große Tisch und die dunklen eingebauten Möbel beflügeln die Phantasie, wie es bei Martin Luther und seiner großen Familie samt der vielen Gäste zugegangen sein könnte.
Flotte Touristen bewältigen das Besuchsprogramm in einem Tag. Wer mehr Zeit und Muße hat, wird aber auch noch mehr in der Stadt erleben und entdecken können. Auf dem schönen Lutherhof zwischen Lutherhaus und Augusteum kann man sicher Stunden zubringen und vor sich hinträumen. Die Cranachhöfe am Markt und in der Schloßstraße haben ihren besonderen Reiz; vielleicht weil noch nicht alles perfekt restauriert wurde.
Marktplatz mit StadtkircheDas historische Stadtfest "Luthers Hochzeit" im Juni lockt jedes Jahr mehr Besucher an, und der Töpfermarkt im September hat seinen ganz eigenen Reiz. Wer es beschaulicher liebt, spaziert durch die Parkanlagen, die sich wie ein grüner Gürtel um die Altstadt ziehen. Genau so schön kann ein Besuch auf den Elbwiesen sein.
In den beiden großen Kirchen (im Winter statt in der Schloßkirche im Augusteum) findet natürlich jeden Sonntag ein Gottesdienst statt - um 10 Uhr.In der warmen Jahreszeit kommt zu den Gemeinden meist auch eine große Zahl von Gästen und Besuchern hinzu. Regelmäßig finden in den Kirchen Konzerte statt - größere und kleinere.
Ein besonderer Höhepunkt ist jedes Jahr der Reformationstag am 31. Oktober. Da wird in Wittenberg richtig gefeiert, von einer guten Predigt in den überfüllten Gottesdiensten über eine wissenschaftliche Disputation bis hin zum Mittelaltermarkt ist für jede und jeden etwas dabei.
Sie sind von einer Suchmaschine direkt auf diese Seite geleitet worden? Klicken Sie bitte hier für das gesamte Angebot der Stadtkirchengemeinde Wittenberg.